Kopie vs. Einzigartigkeit

Im Podcast neulich bei Daniela Hutter sprachen wir dieses Thema kurz an, doch mir liegt sehr am Herzen, dem hier nochmal mehr RAUM zu geben. In meinen Shootings begegnet mir noch häufig der Moment, wo Frauen mit der Vorstellung/dem Wunsch kommen: „ich hätte gern die Bilder so wie Frau A – B oder C“. Da ich eine Fotografin bin, die dies NICHT bedient, ist dies meist ein guter Einstieg in die Tiefe zu gehen. Was versteckt sich nun bei vielen Frauen noch unter diesem Deckmantel? Nach meinem Fühlen und dem, was mir im Feld der Frauen begegnet im Ergründen dieses Raumes, will Frau am Ende sowas wie eine Abkürzung nehmen. Die andere Frau ist vermeintlich, offensichtlich mit diesem Bild von sich sehr erfolgreich. Aus ihrem eigenen Blick der Interpretation heraus. Wie und woraus sich nämlich tatsächlich das innere Fühlen auch von Erfolg bei der anderen Frau definiert, ist nun wiederum ein ganz anderes Thema. So zieht es diese eine Frau eben in ihre vermeintliche Sehnsucht: das will ich auch. Im gleichen Atemzug verlässt sie vielleicht der Mut, die dafür anstehenden Schritte bewusst zu gehen, in ihrer eigenen Entwicklung. Wie oft tauchen eben genau an dem Weg auch sowas wie „Hürden“ auf, in denen wiederum aber unser größtes Entwicklungspotential liegt. Sie vermeidet, meist eben unbewusst, ihrem eigenen Wesen entsprechend einen neuen stimmigeren Raum in ihrem Leben zu betreten. Da scheint es mit aller Unterstützung ihres Egos doch viel einfacher, in den schon eingelaufenen Schuhen der anderen Frau zu laufen. Die andere kennt den Weg, ich brauch´ nur mitgehen. Die andere ist da schon durchgegangen, jegliche Umstände kann ich mir ersparen. Ein Konzept gibt es auch schon, warum also Zeit verschwenden, ein Neues zu erarbeiten. Ist doch jede Note schonmal geschrieben, auf dem Satz lässt es sich ebenso gut ausruhen. Doch was bleibt an diesem Weg auf der Strecke? Die Seele wird sich im Gewand der anderen nicht wirklich spüren, die Seele wird am Ende weiter „hungrig“ bleiben. Sie wird auch Erfolg so ganz in der Tiefe nicht fühlen, im Fühlen von Angekommen sein, selbst wenn dieses kopierte Konzept im äusseren Bild ihr Erfolg bringen würde. Tief drinnen bleibt die Sehnsucht und sie wird zur nächsten Frau schauen, zum nächsten Bild in dem sie sich gern selbst sehen würde. So braucht es wiederum hier den MUT einer jeden Frau in ihrer Einzigartigkeit ihre Heimat zu fühlen und danach ihr Leben zu leben.

Besondere Frauen verdienen besondere Bilder.

Buche jetzt Dein exklusives Frauenshooting!